Inkassounternehmen in Norwegen benutzen zwei verschiedene Wege, um Forderungen außergerichtlich und gerichtlich für ihre Kunden einzuziehen. Das außergerichtliche Verfahren beinhaltet alle Tätigkeiten, das das Inkassobüro selbst machen kann, z. B. die Leute oder die Firma selbst kontaktieren und sie zu überzeugen, das Geld zu bezahlen. Das Inkassobüro kann auch Zahlungspläne erstellen oder besondere Vereinbarungen treffen, damit der Kunde so schnell und so viel wie möglich bezahlt bekommt.
Wenn das Inkassounternehmen Schwierigkeiten hat die Forderung alleine einzuziehen, kann es gerichtlich vorgehen. Das heißt, es schickt den Fall zu den gerichtlichen Behörden, Forliksradet oder Namsmannen. Auf diese Weise kann die Forderung für rechtsgültig erklärt werden und der Kunde kann Eigentum und Vermögen vom säumigen Kunden pfänden. Danach kann das Inkassobüro verlangen den Besitz zu verkaufen und dadurch „Geld“ bekommen, um die Forderung zu begleichen.
Beim Forderungseinzug in Norwegen hat das Inkassobüro das Recht viel höhere Kosten in Rechnung zu stellen, als Inkassounternehmen in Schweden, Dänemark, Finnland und Island z. B.
Dieser Fakt kann dazu benutzt werden Druck auf den säumigen Kunden auszuüben, damit dieser die Forderung möglichst schnell begleicht, damit die Kosten nicht so hoch werden. Deshalb erzielt der Forderungseinzug in Norwegen oftmals sehr gute Ergebnisse.
Eines der größten Inkassobüros in Norwegen ist Kredinor. Kredinor ist Mitglied der ECA (European Collectors Association), existiert seit 1905 und hat mehr als 250 Angestellte in 13 Städten, wie Oslo, Bergen und Trondheim.